ERP-Lexikon

Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe der ERP-Branche übersichtlich und verständlich erklärt:

ERP

ERP ist die englische Abkürzung für „Enterprise Ressource Planning“, was wörtlich übersetzt „Planung der unternehmerischen Ressourcen“ heißt. Sinngemäß wird unter dem Begriff ERP-Lösung, eine Software verstanden, die sämtliche Betriebsdaten eines Unternehmens wie beispielsweise Kapital, Warenbestand und Personal erfasst, abbildet und auswertet.

Das Ziel einer jeden ERP-Lösung ist es die Geschäftsprozesse zu optimieren und so effizient wie möglich zu gestalten. Ferner sollen bestimmte, wiederkehrende Abläufe automatisiert werden, um Zeit, Kosten und Aufwand zu bestmöglich einzusparen. Heutzutage ist in produktiv arbeitenden Unternehmen ab einer gewissen Betriebsgröße eine effektive ERP-Lösung obligatorisch, um strukturiert, transparent und konkurrenzfähig zu bleiben. In der Regel verfügt die Software über eine einheitliche Datenbank, welche sämtliche relevanten Betriebsdaten erfasst. Die diversen Unternehmensabteilungen wie Lager, Verkauf, etc. werden üblicherweise über sogenannte Schnittstellen verknüpft, sodass ein schneller und übersichtlicher Datenaustausch zwischen den Abteilungen stattfinden kann.

Allein im deutschen Markt gibt es über hundert verschiedene ERP-Anbieter und sogar mehrere hundert verschiedene Unternehmenslösungen. Die einzelnen Lösungen unterscheiden sich hauptsächlich in der Branchenausrichtung, der Fixierung auf bestimmte Unternehmensgrößen, dem Preis für Installation, Wartung und Anwenderlizenz, sowie dem angebotenen Funktionsumfang.

 

Hauptziele der ERP-Software im Überblick:

1. Beschleunigung von Geschäftsprozessen:

Elektronische und größtenteils automatisierte Übertragung von Betriebsdaten, schnellere Verfügbarkeit relevanter Daten, Minimierung der verwaltungstechnischen Aufgaben

2. Signifikante Reduktion von Zeit & Kosten:

Frühzeitige Aufdeckung von Mängeln und Fehlkalkulationen, schnellere Reaktionszeiten

3. Effizienz- und Produktivitätssteigerung:

Entlastung und Neuverteilung der Mitarbeiter, effizientere Betriebsprozesse

 

Branchenlösung

Viele Unternehmen sind in ihrer Branche besonderen Rahmenbedingungen ausgesetzt, die nur durch den Einsatz einer maßgeschneiderten ERP-Lösung bewältigt werden können.

Marktführende ERP-Anbieter wie SAP bieten jedoch in der Regel eine Standardsoftware an, die nur teilweise für bestimmte Branchen spezifiziert wurden. Unter Branchenlösungen versteht man komplexe ERP-Lösungen, die sich tiefgreifend auf die individuellen Anforderungen einer bestimmten Branche spezialisiert haben. Hauptsächlich bieten kleine und mittelständische ERP-Anbieter, die durch umfassendes Praxiswissen einer bestimmten Branche befähigt sind Lösungen an, die sich durch hohe spezifische Funktionalitäten auszeichnen. Dadurch können Anbieter einerseits große Konkurrenten wie SAP und Infor umgehen und andererseits auf die steigende Nachfrage nach spezifischen Branchenlösungen eingehen.

Modul

Unter Modul versteht man eine bestimmte Funktionseinheit der ERP-Software, die bestimmte Daten des Unternehmens sammelt und abbildet. Basismodule einer ERP-Lösung sind beispielsweise Verkauf, Lager und Disposition. In dem jeweiligen Modul werden also die relevanten Daten eines bestimmten Geschäftsbereichs verarbeitet, dargestellt und ausgewertet.

 

Einkauf

Die Funktionseinheit „Einkauf“ einer ERP-Lösung dokumentiert jegliche materialbeschaffungsbezogene Prozesse. Stammdaten wie Lieferant, Warenmenge und Preis werden hier hinterlegt und verarbeitet. Das ERP-Modul Einkauf kann ggf. mit der Vertragsverwaltung gekoppelt werden, um Rahmenverträge und Kaufabschlüsse darzustellen. Diverse Funktionen und Features sind jedoch stets vom jeweiligen Anbieter abhängig.

 

Verkauf

Dieses Modul kann in der Regel analog zum Einkauf betrachtet werden. Wichtige Stammdaten beziehen sich in diesem Bereich auf Käufer, Preis, Warenmenge und die Marge. Oftmals deckt der Verkauf auch Dienstbereiche wie Außendienst, Reklamationen und Kundensupport ab. Hier ist entscheidend in welchem Umfang die jeweilige ERP-Lösung die Funktionen anbietet.

 

 

 
Disposition
Die Disposition umfasst die Einteilung und Zuweisung von Aufträgen, inklusive dazugehöriger Konditionen und Ressourcen. Das Modul erfasst für die Auftragsgestaltung Daten wie Menge, Lieferant, Zeitfenster und Warentyp. Häufig sind Funktionen wie Lieferungsüberwachung und Einhaltung von Verträgen an dem Modul Disposition gekoppelt. 
Finanzbuchhaltung

Die Finanzbuchhaltung (kurz: FiBu) gehört zu den zentralen Kernaufgaben einer ERP-Lösung. Die FiBu gehört zum unternehmerischen Rechnungswesen und erfasst alle Geschäftsprozesse, die in Zahlen ausgedrückt werden. Das heißt, dieses Modul ist für die Erfassung sämtlicher Kosten, Gewinne und Umsätze verantwortlich. Durch die Unternehmenssoftware ist eine koordinierte und effiziente Bilanzierung möglich, die quartals- oder Jahresweise eine Gewinn- und Verlustrechnung aufstellt.

 

ERP Anbieter

ERP-Anbieter sind Systemhäuser, die eine hauseigene Unternehmenssoftware entwickeln und vertreiben, oder lizensierte Partner großer ERP-Anbieter sind und deren Software ggf. weiterentwickeln und vertreiben.

Die 3 größten Anbieter weltweit sind SAP, Oracle und Sage, die zusammen bereits einen Marktanteil von ca. 47 % ausmachen (Stand: 2011). Aus diesem Grund spezialisiert sich ein Großteil der kleinen- und mittelständischen ERP-Anbieter auf bestimmte Wirtschaftszweige und bieten aufgrund dessen sehr spezifische und im speziellen Segment sehr leistungsstarke Branchenlösungen an. Allein in Deutschland haben sich mehrere hundert verschiedene Anbieter von ERP-Lösungen entwickelt, was den Markt in der Konsequenz wenig überschaubar und schwer zu durchdringen gestaltet.

 

SaaS
SaaS steht für „Software as a Service“ und ist das Modell eines aufkommenden Trends in der ERP-Branche. Hierbei handelt es sich um ERP-Anbieter, die ihre Software komplett Online zur Verfügung stellen und zumeist Wartung und Administration übernehmen. Kunden zahlen Lizenzgebühren und können die Software online über eine Cloud nutzen.

Ergonomie
Die Ergonomie einer ERP-Lösung avanciert zu einem immer wichtiger werdenden Kritikpunkt bei der Software-Auswahl. Die Ergonomie ist die Anpassung an die Arbeitsbedingungen und Bedürfnisse des Nutzers. Eine hohe Ergonomie unterstützt die Produktivität und Zufriedenheit der Softwarenutzer und beeinflusst somit direkt die Effizienz einer ERP-Lösung.

 

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