ERP-Programm

Das Grundgerüst im Unternehmen

Das Thema ERP-Programm ist komplex, vielseitig und zuweilen insbesondere für Branchen-Neulinge schwer zu überblicken. Aus diesem Grund  dient der folgende Artikel als Einstiegs-Ratgeber, um ein erstes Verständnis für den Einsatz, Nutzen und die Komplexität eines ERP-Programms zu schaffen. Hierfür werden zunächst maßgebliche und typische  Ziele ausgemacht und erläutert, die man sich mit dem Einsatz eines idealen ERP-Programms erwünscht. Das zweite Kapitel des Ratgebers wird daraufhin die breitgefächerte Funktionsvielfalt, sowie die spezifischen Einsatzmöglichkeiten präsentieren und konkrete Anwendungsbeispiele geben. Das dritte und letzte Kapitel dient als Ausblick und geht auf die jüngsten Trends und Entwicklungen der ERP-Branche ein.

 

Ziele und Nutzen eines ERP-Programms

Investitionen in ein neues ERP-Programm sind in der Regel sehr kosten- und zeitintensiv. Es ist also nachvollziehbar, dass Unternehmen diese Investitionskosten nur eingehen, wenn sie mit erheblichen Vorteilen und Nutzen kalkulieren, die mit der Einführung einhergehen. So ist eine ERP-Lösung das zentrale Datenverwaltungssystem eines Unternehmens. Jegliche Geschäftsprozesse, Ressourcen und Missstände werden digitalisiert, systematisiert und ausgewertet. Somit gilt das ERP-Programm als digitales Grundgerüst eines straff organisierten Unternehmens. Unabhängig der Branchen oder Fertigungsart von Unternehmen, können stets gemeinsame oder mindestens ähnliche Ziele ausgemacht werden, die durch den gezielten Einsatz eines ERP-Programms erreicht werden sollen. Im Folgenden werden deshalb nun “allgemeingültige” und branchenübergreifende Zielsetzungen genannt. Detaillierte, spezifische und stark in die jeweiligen Geschäftsprozesse integrierte Zielsetzungen von ERP-Programmen können hier natürlich nicht behandelt werden, da dies nicht nur den Rahmen sprengen würde, sondern voraussetzt, dass der Leser jegliche branchenspezifische und branchentypische Prozesse kennt und versteht. Daher folgen nun die wichtigsten und grundsätzlichen Ziele eines ERP-Programm im Überblick.

 

Ziele im Überblick:

Transparenz:

Geschäftsprozesse bedingungslos nachverfolgen, Tätigkeitsnachweise per Knopfdruck und Lagerbestände auf einen Blick – dies sind nur ein paar Beispiele die ein gut integriertes ERP-Programm leistet. An dieser Stelle ist bereits zu erkennen, dass die Transparenz im Unternehmen maßgeblich auf dem eingesetzten Programm fundiert. Durch die digitalisierte Abbildung sämtlicher Geschäftsprozesse haben Anwender stets die Möglichkeit, die Betriebsabläufe zu überblicken und zu kontrollieren. So werden auch die Lagerbestände in der Regel in Echtzeit erfasst, sodass stets Überschüsse und Bedarf termingerecht erkannt und kalkuliert werden kann.

 

Effizienz:

Einheitliche und systematisierte Geschäftsabläufe,exakte Kalkulation des Materialbedarfs und benutzerfreundliche Bedienung – diese drei genannten Attribute stehen für die Grundsäulen der Effizienz, die durch ein ERP-Programm maßgeblich geschaffen werden. Durch eine fortlaufende Abdeckung des Bestands mit dem Bedarf, kann stets genau geplant werden, welche Materialien und welche Mengen für die Produktion benötigt werden. So wird gewährleistet, dass weder ein kostenspieliger Warenüberschuss, noch eine produktionsverlangsamende Warenknappheit herrscht. Auch bietet das ERP-System die Basis für einheitliche Datenver- und Bearbeitungen. Damit sind unbeliebte und unübersichtliche Insellösungen Vergangenheit. Der unternehmensintere Daten- und Informationsaustausch wird durch die einheitliche Systematisierung enorm verbessert. Überzeugt das Programm darüberhinaus mit einer benutzerfreundlichen und intuitiven Handhabung, so profitiert unmittelbar das Personal davon und kann effizienter ihre Tätigkeiten abarbeiten.

 

Produktivität:

100% Auslastung der Maschinen, verkürzte Produktionszeiten und größere Produktionsmengen – Die gesteigerte Produktivität im Unternehmen basiert hauptsächlich auf die erhöhte Effizienz. So wird beispielsweise durch die genaue Bedarfs-/Bestandkalkulation gewährleistet, dass Materialengpässe oder zu lange Liegezeiten von Produktionsteilen umgehend vom ERP-Programm aufgedeckt werden. Dadurch wird eine 100% Auslastung im Produktionsverfahren gewährleistet. Durch die Überwachung und Straffung der Produktionsprozesse werden Missstände und Fehlkalkulationen frühzeitig aufgedeckt, was sich positiv auf die Produktionszeiten auswirkt.

 

Mehr Umsatz:

Reduzierte Kosten, schnellere Lieferzeiten, höhere Produktionsmengen – All diese Faktoren münden letztendlich zum Hauptziel eines ERP-Programms: Mehr Umsatz. Der erhöhte Umsatz eines Unternehmens ist die letzte und wichtigste Konsequenz im professionellen und wirtschaftlichen Einsatz eines ERP-Programms. Dadurch dass sämtliche Geschäftsprozesse gestrafft, automatisiert und verbessert wurden, gewinnt der Unternehmensablauf an Effizienz und Produktivität. Diese Vorteile gilt es wirtschaftlich zu nutzen, sodass im Resultat mehr Kunden mit höheren Mengen und in kürzeren Lieferzeiten bedient werden können, was schließlich in wachstumsorientierten Umsatz mündet.

 

Das ERP-Programm und seine Funktionsvielfalt

Wie zu Beginn bereits angerissen, verfügt ein modernes ERP-Programm über eine enorme Vielfalt an Funktionen, die in sämtlichen Unternehmensbereichen zum Einsatz kommen können. Ausschlaggebend hierfür ist nicht nur das jeweilige Produkt des Anbieters, sondern vor allem die Ausrichtung und Spezialisierung des Anbieters auf bestimmte Branchen und Fertigungen. So kommen kleine Unternehmen mit den Basismodulen eines ERP-Programms bestens zurecht, wohingegen ein international tätiger Konzern enormer Leistungsansprüche an das ERP-Programm stellt.

Im folgenden werden nun die Basismodule vorgestellt, auf welche branchen- und serienspezifische Funktionen beispielhaft erläutert werden. Wichtig zu wissen ist, dass die genannten Module miteinander integriert sind und sich eine Datenbank teilen. Nur dadurch kann ein schneller und abteilungsübergreifender Daten- und Informationsaustausch realisiert werden. Ein professioneller ERP-Vergleich schafft einen Überblick, über benötigte Module. Hier finden Sie eine umfassende Aufstellung zu der Funktionsvielfalt eines ERP-Programms.

Basismodule:

Einkauf

Bestellabwicklung & Auftragsabwicklung; individuelle Preisbestimmungen, genaue Prognosen und Kostenstatistiken; gezielte Kosten- und Bedarfsplanung; Abbildung des Lieferantennetzwerks; Definition und Kalkulation von benötigten Zeitfenstern

Verkauf

Prüfung von Rahmenverträgen; transparente Abbildung von Käufer Bestandskunden, Warenmenge und Preis; Unterstützung des Außendiensts & Reklamationsmanagement

Lagerung

Kontrolle jeglicher Warenein- und Ausgänge; Kennzeichnung der Lagerplatzverwendung; Bestandsbewertung durch dauerhafte Inventur; integriertes Versandmanagement;  Lieferzuteilung und Verpackungsverwaltung

 

Branchenspezifische Funktionen von Modulen

Als Beispiel nehmen wir ein Unternehmen, das im Maschinenbau tätig ist und in Einzel-, Kleinserien-, und Variantenfertigung produziert. Hier werden branchen- und fertigungsspezifische Anforderungen an das ERP-Programm gestellt. So ist vor allem ein ausgereiftes Projektmanagement gefragt, um große und komplexe Kundenprojekte in der Einzelfertigung optimal zu unterstützen und zu bewältigen.

Zwei Beispielmodule:

Produktionsmanagement

Ganzheitliche Unterstützung der  Einzel-, Serien-, und Variantenfertigung; integrierte Stücklistenverwaltung, Variantenverwaltung und Versionsverwaltung der Stücklisten; Seriennummer- und Chargenverwaltung; automatisierte Generierung von Fertigungsaufträgen; exakte Terminierung der Produktionsaufträge

Projektmanagement

Komplexes und leistungsfähiges Projektmanagement-Modul, zur gesamten Abbildung großer Kundenprojekte; Integration von Budget, Einkauf, Produktion und Verkauf , um sämtliche Projekteinzelphasen exkat abbilden und kalkulieren zu können.

 

Hiermit sollte klar geworden sein, dass ERP-Programme und ihre Funktionen so vielfältig wie die Branchen und ihr jeweiligen Anforderungen selbst sind. Ein branchenspezialisiertes Programm ist immer die Antwort auf die spezifischen Anforderungen und Herausforderungen der Branche, um die Anforderungen und Betriebsprozesse ganzheitlich und transparent abdecken zu können.

Weitere Informationen zu den ERP-Branchenlösungen.

 

ERP-Programm der Zukunft – Trends & Entwicklungen

ERP-Programm und Trends

ERP-Programm – Trends im Überblick

Wie auch andere Branchen, macht die ERP-Branche vor Entwicklungen und Neuerungen nicht halt. Die jüngsten und zukunftsträchtigsten Trends heißen Mobilität und Cloud. Mit anfänglicher Skepsis und Zurückhaltung, finden diese Trends immer größeren Rückhalt und eine wachsende Nachfrage im Markt. Nutzer erkennen zunehmend echte Vorteile und Mehrwerte durch die Integration von Cloud und Mobilität in das ERP-Programm.

ERP-Programm aus der Cloud

Software as a Service, kurz SaaS nennt sich der jüngste Trend der ERP-Branche. Hierbei handelt es sich um ein online-basiertes Mietmodell eines ERP-Programms. Kunden haben die Möglichkeit das Programm für monatliche oder jährliche Kosten zu mieten und online über ihren Webbrowser zu nutzen. Dabei werden sowohl sowohl Software, als auch Hardware komplett ausgelagert. Dadurch entsteht natürlich der Vorteil, dass enorme Kosten bei der Hadwarebeschaffung und Wartung gespart werden. Noch dazu sind Cloudlösungen häufig sehr flexibel, sodass monatlich Module hinzugebucht oder gecancelt werden können. Auf der anderen Seite gibt es auch in diesem Modell seine Schattenseiten. So fehlen Langzeiterfahrungen bezüglich der Datensicherheit in der Cloud. Darüberhinaus ist das Unternehmen vollständig vom Internet und dem Anbieter abhängig. Entstehen Störungen der Internetverbindung, oder hat der externe Anbieter Serverprobleme, wird in der Konsequenz das gesamte ERP-Programm lahmgelegt.

Hier gibt es einen umfangreichen Bericht zu ERP-Systeme aus der Cloud.

 

Mobile – ERP für unterwegs

Die wohl vielversprechendste Entwicklung der Branche bezieht sich auf die Steigerung der Mobilität. So wird stetig in Sachen Mobilität eines ERP-Programms weiterentwickelt. Beispielsweise finden Smartphones, Tablets und somit auch Apps  schlussendlich ihren Einzug in die ERP-Welt. Ziel ist es Orts- und Zeitunabhängig stets Zugang zu relevanten Unternehmensdaten zu haben. Diese Innovation findet ihren Einsatz beispielsweise bei Außendienstmitarbeitern. Diese können ihren Tätigkeitsnachweis direkt über das Smartphone in die zentrale Datenbank des Unternehmens einspeisen.

Weitere ERP-Trends im Überblick.

 

In diesem Ratgeberartikel wurden nun übersichtlich und strukturiert die Vielfältigen Einsatzmöglichkeiten eines ERP-Programms genannt, sowie seine konkreten Nutzen für ein Unternehmen aufgezeigt. ERPexpert.de bietet weitere Hilfestellungen bei grundlegenden Themen der ERP-Branche:

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